Veröffentlicht am 21. September 2026
Ein Video für Software-Entwickler und Programmierer – oder für die, die es werden möchten.
Oder halt für Leute, die wissen möchten, wer ich bin, was ich so mache und wie ich arbeite.
Das Video (also der eigentliche Inhalt) geht 1:26 Stunden, danach plaudere ich noch ein bisschen.
Kurz erklärt: Kompression macht Dateien kleiner, Verschlüsselung schützt den Inhalt und zusätzliche Prüfdaten können bei beschädigten Dateien helfen.
ZIP (.zip) – Ein sehr verbreitetes Archivformat, das Dateien zusammenfassen und gleichzeitig komprimieren kann. Im Vergleich zu Zstandard ist ZIP meist langsamer bzw. weniger effizient, dafür praktisch überall ohne Zusatzsoftware nutzbar.
GZ / gzip (.gz) – Komprimiert normalerweise einen einzelnen Datenstrom mit DEFLATE und wird häufig unter Linux eingesetzt. Anders als ZIP ist gzip selbst kein Archiv für mehrere Dateien; dafür wird oft zusätzlich TAR verwendet.
XZ (.xz) – Ein stark komprimierendes Format auf Basis von LZMA2. Es erzielt meist kleinere Dateien als gzip, braucht dafür aber deutlich mehr Zeit und Rechenleistung.
ZST / Zstandard (.zst) – Ein modernes Kompressionsformat, das sehr schnell arbeitet und trotzdem eine hohe Kompressionsrate erreichen kann. Gegenüber XZ ist Zstandard meist deutlich schneller, während XZ bei maximaler Kompression teilweise kleinere Dateien erzeugt.
TAR (.tar) – TAR fasst mehrere Dateien und Ordner zu einer einzigen Archivdatei zusammen, komprimiert sie aber nicht automatisch. Deshalb wird TAR oft mit gzip, XZ oder Zstandard kombiniert, zum Beispiel als .tar.zst.
DEFLATE – Ein älterer, sehr verbreiteter Kompressionsalgorithmus, der unter anderem bei ZIP und gzip eingesetzt wird. Er ist schnell und kompatibel, komprimiert aber meist weniger stark als modernere Verfahren wie Zstandard oder LZMA2.
LZMA2 – Der Kompressionsalgorithmus, der typischerweise bei XZ verwendet wird. Er kann sehr hohe Kompressionsraten erzielen, benötigt dafür aber mehr Rechenzeit als DEFLATE oder Zstandard.
GPG / GnuPG (.gpg) – GnuPG ist ein weit verbreitetes Programm zum Verschlüsseln und Signieren von Dateien und basiert auf dem OpenPGP-Standard. Im Unterschied zu einer einfachen ZIP-Passwortverschlüsselung bietet GPG umfangreichere Möglichkeiten mit Schlüsselpaaren und Signaturen.
PGP (.pgp) – Steht für "Pretty Good Privacy" und bezeichnet ein Verfahren bzw. eine Formatfamilie für Verschlüsselung und digitale Signaturen. GPG ist eine freie Implementierung des OpenPGP-Standards und wird häufig als Alternative zu kommerziellen PGP-Lösungen genutzt.
ASC / ASCII-Armor (.asc) – Dabei werden verschlüsselte oder signierte Daten in druckbaren Text umgewandelt. Die Datei wird dadurch größer als eine binäre .gpg-Datei, lässt sich aber leichter in Textsystemen oder E-Mails übertragen.
ENC (.enc) – Eine häufig verwendete Endung für verschlüsselte Dateien, zum Beispiel mit OpenSSL. Die Endung ist jedoch kein einheitlicher Standard und verrät allein nicht, welches Verschlüsselungsverfahren verwendet wurde.
age (.age) – Ein modernes Werkzeug zur Dateiverschlüsselung, das bewusst einfacher aufgebaut ist als GPG. Es bietet weniger historische Funktionen, ist dafür für viele typische Verschlüsselungsaufgaben leichter zu bedienen.
7Z (.7z) – Das Archivformat von 7-Zip kann Dateien stark komprimieren und direkt verschlüsseln. Anders als bei .tar.zst.gpg stecken Archivierung, Kompression und Verschlüsselung hier gemeinsam in einem Containerformat.
CPT (.cpt) – Eine typische Dateiendung des älteren Verschlüsselungsprogramms ccrypt. Für neue Setups werden heute häufig modernere Werkzeuge wie GPG oder age bevorzugt.
PAR2 (.par2) – PAR2-Dateien enthalten zusätzliche Wiederherstellungsdaten, mit denen sich beschädigte oder teilweise fehlende Dateien bis zu einem gewissen Umfang reparieren lassen. Sie ersetzen kein Backup, können ein Backup aber robuster gegen Datenfehler machen.
SQL (.sql) – Eine SQL-Datei enthält meist Datenbankbefehle, zum Beispiel einen exportierten Datenbank-Dump mit Tabellenstruktur und Inhalten. Im Gegensatz zu einem normalen Datei-Backup lässt sich damit gezielt eine Datenbank wiederherstellen oder übertragen.
backup.tar.zst.gpg.par2
.tar bündelt die Dateien, .zst komprimiert das Archiv, .gpg verschlüsselt es und .par2 stellt zusätzliche Reparaturdaten bereit.
Vereinfacht gesagt: zusammenpacken → verkleinern → verschlüsseln → gegen Beschädigung absichern.